20 Jahre alt, aufgewachsen im Landkreis Hildesheim. Nachwuchsstimme mit Fokus auf Verteilungs-und Bildungsgerechtigkeit. 2025 bekam ich bundesweite Aufmerksamkeit, weil ich den Kurs der Parteispitze beim Mindestlohn offen kritisierte.
Früher hieß es: Wer hart arbeitet, schafft es nach oben. Heute gilt: Herkunft schlägt Talent. Vermögen wird weitergegeben, nicht mehr erarbeitet.
Deutschland ist beim Thema Chancengleichheit mittlerweile ein Schlusslicht unter den entwickelten Volkswirtschaften. Jeder Sechste junge Mensch hält sozialen Aufstieg durch harte Arbeit in Deutschland sogar für ausgeschlossen.
Quellen: ifo Institut, 2025 & Ludwig-Erhard-Forum, 2025
Frequently asked questions (FAQ)
Genau deshalb müssen wir ihn uns zurückholen. Zu lange haben andere diesen Begriff für sich beansprucht. Sie haben ihn missbraucht, um ihre Ungerechtigkeit zu rechtfertigen. "Wer nichts hat, hat sich eben nicht angestrengt." Das ist zynisch, und es ist falsch.
Leistung ist kein konservativer Wert. Leistung ist ein menschlicher Wert. Die Pflegerin, die Nachtschichten schiebt. Der Handwerker, der um sechs auf der Baustelle steht. Sie alle leisten jeden Tag und werden dafür nicht respektiert, sondern übersehen.
Weil wir uns etwas vormachen. Wir nennen uns Leistungsgesellschaft – aber schauen wir genau hin: Nur 27 % der Kinder von Nicht-Akademikern schaffen es an die Uni. Bei Akademikerkindern sind es 79 %. Das ist keine Chancengleichheit, das ist Herkunft als Schicksal.
Wir haben ein System gebaut, das Besitz mehr schätzt als Einsatz. Das ist nicht nur unfair – das ist Verschwendung von Talent, das unser Land dringend braucht.
Private Mittel
Bei einer echten Leistungsgesellschaft geht es darum, dass Leistung anerkannt wird. Ganz klar ist aber: Jeder Mensch ist wertvoll und hat ein Leben in Würde verdient. Der Wert eines Menschen lässt sich nicht an seiner Leistung messen.
Schreib mir: kontakt@ray-wieber.de