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ICH MÖCHTE AUCH DIE ANSPRECHEN, DIE SICH SONST NICHT VON DER POLITIK ABGEHOLT FÜHLEN.

STECKBRIEF.

Ich bin 20 Jahre alt und wurde am 27.02.2006 geboren.

Seitdem lebe ich im Landkreis Hildesheim.

Ich studiere Public Relations an der Hochschule Hannover - Können ja nicht nur Juristen in der Politik sein ;)

Ich bin nicht-binär und nutze sie/ihr-Pronomen.
... und wenn das mal vergessen wird, ist das auch kein Ding.

Wer das Vertrauen in die Politik zurückgewinnen will, muss auch unbequeme Wahrheiten aussprechen.

Dazu bin ich bereit.

April 2025

Quelle: SPD

Gemeinsam mit Gewerkschaften und der Basis streiten wir im Bundestagswahlkampf für den 15-Euro-Mindestlohn.

April 2025

Quelle: mediathek.spd.de

Die Parteispitze der SPD knickt in den Koalitions-Verhandlungen mit der CDU ein: das Versprechen wird aufgeweicht zu einer inhaltslosen Aussage. Eben diese Textstelle wird von der SPD-Spitze jedoch als Verhandlungserfolg verkauft.

April 2025

Ich mache den Bruch öffentlich und benenne das Versagen beim Namen. Der Gegenwind ist massiv: ich sei auf "CDU-Propaganda" reingefallen. Der Rückhalt meiner Unterstützer bleibt am Ende jedoch größer.

MEIN WEG IN DIE POLITIK.

Ich hätte auch nie gedacht, dass ich mal Politik mache.

Doch alles so lassen, wie es ist? Das wäre nicht meine Art. Ich möchte etwas verändern. Als Schülersprecherin habe ich mich für meine Mitschüler*innen eingesetzt, EU-Projekttage und ein Schulfest organisiert und dabei gelernt, wie wichtig Organisation, klare Kommunikation und Zusammenhalt sind. Gleichzeitig wurde mir immer wieder deutlich, dass unser Versprechen von Aufstieg durch Leistung oft eine Illusion ist: Erfolg in der Schule hängt nach wie vor viel zu oft vom Elternhaus ab, wodurch viele Kinder strukturell benachteiligt werden. Ich habe damals verstanden, dass wir erst dann von einer echten Leistungsgesellschaft sprechen können, wenn jedes Kind die gleichen Chancen bekommt – unabhängig vom Kontostand der Eltern. Die Faszination für die große Politik wurde bei mir spätestens durch ein Praktikum bei Bernd Westphal in Berlin geweckt. Als damaliger wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion hat er mir gezeigt, wie viel man durch sozialdemokratische Politik bewegen kann. Für mich war danach klar: Ich will nicht nur zuschauen, sondern anpacken. Am [Datum] folgte mein Eintritt in die SPD. 

Kein Politiker-Sprech.

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WER BIN ICH, WENN DIE KAMERAS AUS SIND? 

Mein Antrieb ist eine Mischung aus tiefer Überzeugung und einer gesunden Portion Ungeduld. Mich nerven Sätze wie „Das haben wir schon immer so gemacht“ oder „Das regelt der Markt“ genau so wie weitere inhaltsleere Aussagen.


Ich glaube, wir kommen nur weiter mit Aufrichtigkeit. Deshalb schätze ich ehrliche, direkte Kommunikation und klare Worte – auch dann, wenn sie unbequem sind. Für mich ist Vertrauen die Grundlage jeder guten Zusammenarbeit, ob politisch oder persönlich. In meiner Freizeit finde ich Ausgleich in ganz unterschiedlichen Dingen: Videospielen, der Fotografie oder indem ich Zeit mit meinen Freunden verbringe. Ich plane gern strukturiert und vorausschauend – gleichzeitig schätze ich Spontanität. Mir ist wichtig, dass trotz Engagement und Verantwortung der persönliche Ausgleich nicht zu kurz kommt. Dazu gehört für mich auch, feiern zu gehen, in den Club zu gehen und einfach Spaß zu haben. Politik und Ernsthaftigkeit schließen Lebensfreude nicht aus. Im Gegenteil: Ich bin überzeugt, dass beides zusammengehört.

Was mich in der Politik häufig frustriert? Mich frustriert es, wenn gute Inhalte an schlechter Kommunikation scheitern - oder noch schlimmer: wenn große Ansprachen genutzt werden, um fehlende Inhalte zu vertuschen.


Foto: Jonah Bublitz

Welcher Moment hat mich politisch am meisten bewegt? Wochenlang habe ich an einem Antrag gearbeitet, der Personen mit dem Geschlechtseintrag "divers" in der SPD-Satzung inkludieren soll. Dann wurde er einstimmig auf der Juso-Landeskonferenz angenommen.

Mein Anspruch? Ich habe mir zum Ziel gesetzt, dass meine Politik nie abstrakt, sondern immer ganz konkret die Probleme unserer Mitmenschen anspricht. Ich möchte auch die ansprechen, die sich sonst nicht unbedingt von der Politik abgeholt fühlen.

Wie bleibe ich motiviert? Ich liebe das, was ich tue und trotzdem ist das wirklich nicht einfach. Die Schritte sind klein, deshalb ist es wichtig ein Ziel vor Augen zu haben und nie den Spaß zu vergessen.

HIER ENGAGIERE ICH MICH.

Eine echte Leistungsgesellschaft belohnt Einsatz und Talent – nicht Herkunft oder Vermögen. Das aktuelle System ist eine „Schein-Leistungsgesellschaft": Die Startlinien sind manipuliert. Kinder aus Akademikerhaushalten haben eine 5,5-mal höhere Chance auf Spitzenpositionen. Das hat nichts mit Leistung zu tun.

Das Gegenteil ist wahr. Höhere Löhne stärken die Binnennachfrage – wer mehr verdient, gibt mehr aus. Das stärkt die Wirtschaft. Außerdem reduziert ein fairer Mindestlohn die Abhängigkeit von staatlichen Ergänzungsleistungen und sichert auskömmliche Renten. Wer heute für Niedriglohn arbeitet, landet morgen in der Altersarmut – das kostet den Staat mehr.

Nein – es ist ökonomische Notwendigkeit. Wenn wir Führungspositionen nicht mit den Besten, sondern mit den am besten Vernetzten besetzen, verlieren wir Innovationskraft. Eine ifo-Studie von Dezember 2025 zeigt: Bessere Bildungsleistungen könnten das BIP bis 2105 um 21 Billionen Euro steigern. Chancengerechtigkeit ist unsere wichtigste Wachstumsstrategie.